Die Beleuchtung in der neuen Wohnung planen

Wenn es daran geht, die neue bezogene Wohnung einzurichten, wird der Beleuchtung meist wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Dabei spielt sie in unserem alltäglichen Leben eine bedeutende Rolle: Sie spendet Orientierung und Sicherheit, sie ermöglicht es uns, vielfältige Handgriffe präzise auszuführen, Farben und Details genau zu erkennen, und sie verleiht unseren Wohnräumen eine gemütliche Atmosphäre, dank der wir uns in unseren vier Wänden wohlfühlen.

Die Beleuchtung soll also einerseits funktional sein und sehr gutes Licht spenden, das für die jeweiligen Tätigkeiten angemessen ist. Andererseits hegt man seine ganz eigenen Wünsche an die ästhetische Lichtgestaltung, die dem einen oder anderen vielleicht noch nicht bewusst sind. Um überall in der Wohnung stets optimales Licht zur Verfügung zu haben, sollte man sich frühzeitig Gedanken über die Beleuchtung machen.

Ein Grundriss als Basis für die Lichtplanung

Dabei hilft es, sich für die einzelnen Räume einen Grundriss anzufertigen, in dem die vorgesehene Möblierung und die vorhandenen Stromanschlüsse eingezeichnet werden. Anschließend sollte man sich überlegen, in welchen Bereichen eines Raumes man für welche Aktivitäten welches Licht benötigt. Die Lichtplanung richtet sich also zuerst danach, wie der Raum bzw. eine bestimmte Zone eines Raumes genutzt wird, und wählt erst im zweiten Schritt die passende Beleuchtungslösung und die geeigneten Leuchtenmodelle aus.

Beleuchtungsbeispiel: Lichtplanung für die Küche

Besonders wichtig ist die Lichtplanung für die Küche, da mit der Essenszubereitung viele Handgriffe verbunden sind und dabei auch mit scharfen und heißen Gegenständen umgegangen wird. Um die bestehende Verletzungsgefahr in der Küche deutlich zu verringern, stellt ein ausreichend helles, blend- und schattenfreies Licht eine entscheidende Voraussetzung dar.

Licht für Arbeitsplatte, Spüle und Herd

Unterbauleuchten für die Hängeschränke über Arbeitsplatte und Spüle erfüllen diese Aufgabe am besten. Sie spenden ein direktes Licht, verfügen über einen Blendschutz und verursachen keine störenden Schlagschatten. Obendrein können sie mit energieeffizienten Leuchtstofflampen bestückt werden, die auch einen sehr guten Farbwiedergabe-Index (Ra ≥ 90) aufweisen. Damit ist gewährleistet, das Farben naturgetreu erkannt und die Qualität von Lebensmitteln genau beurteilt werden können.

Da die Dunstabzugshaube über dem Herd in der Regel über eine integrierte Lichtquelle verfügt, ist an dieser Stelle meist keine weitere Leuchte vonnöten. Als zusätzliche Lichtquelle kämen hier Wandleuchten in Frage, die entweder über eine leicht zu reinigende Glasabdeckung verfügen oder mit einem schwenkbaren Leuchtenkopf ausgestattet sind und nach unten gerichtetes Licht spenden.

Licht für den Esstisch

Je nach Raumaufteilung kann sich der Esstisch entweder in der Küche oder im Wohnzimmer befinden. In beiden Fällen wird er am liebsten von einer formschönen Hängelampe beleuchtet. Sie sollte ca. 60 Zentimeter über der Tischoberfläche hängen und diese flächendeckend ausleuchten. Ob eine einzelne große, halbkugelförmige Hängeleuchte, mehrere kleine Pendelleuchten oder gar ein Kronleuchter oder eine schöne Designleuchte zum Einsatz kommt, richtet sich ganz nach dem eigenen Geschmack.

Da der Esstisch selten in der Mitte des Raumes, sondern lieber an die Wand bzw. unter das Fenster aufgestellt wird, kann es notwendig sein, den zentralen Stromanschluss über Putz bis zum Esstisch zu verlängern. Ohnehin wird die klassische Deckenleuchte zunehmend durch Einbauleuchten ersetzt. Denn mittels zweier Stromkreise und integriertem Dimmer bieten sie viele Möglichkeiten für die Lichtgestaltung. Diese Variante der allgemeinen Deckenbeleuchtung empfiehlt sich natürlich auch für das Wohnzimmer.

Beleuchtungsbeispiel: Lichtplanung für das Wohnzimmer

Das Wohnzimmer stellt oft den Mittelpunkt des familiären Zusammenlebens dar: hier unterhält man sich, schaut fern, liest, bastelt mit den Kindern, arbeitet am Computer und vieles mehr. Für all diese Tätigkeiten wünscht man sich natürlich ein sehr gutes Licht, gleichzeitig spielt gerade im Wohnzimmer auch die Lichtstimmung eine wichtige Rolle.

Mehrere Leuchten für eine flexible Lichtgestaltung

Diese vielfältigen Beleuchtungsaufgaben kann eine Leuchte allein natürlich nicht erfüllen. Zwei, drei Leuchten bedarf es stattdessen schon. So spendet eine Stehlampe mit nach unten gerichtetem Licht und hellem Stoffschirm beispielsweise optimales Leselicht. Zugleich erhellt sie den Sitzbereich angenehm sanft und schafft ein diffuses Hintergrundlicht für Fernsehabende, so dass die Augen nicht so schnell ermüden. Alternativ schaffen zwei baugleiche Tischleuchten, die links und rechts neben der Couch auf Beistelltischen oder auf einer langen Kommode platziert werden, ein angenehmes Lichtambiente für vertrauliche Gespräche.

Eine angenehme Lichtstimmung schaffen

Denn es ist gerade die indirekte Beleuchtung, die viele als besonders gemütlich und behaglich empfinden. Gern werden hierfür dekorative Stand- und Bodenleuchten eingesetzt, deren großflächigen und lichtdurchlässigen Schirme aus Papier, Stoff, Kristallglas oder Acryl bestehen und ein sanftes, diffuses Stimmungslicht zaubern.

Eine Indirektbeleuchtung lässt sich aber auch mit Hilfe von direkt strahlenden Lichtquellen erzielen, indem man sie auf freie Wandflächen ausrichtet. Weit verbreitet ist auch der Deckenfluter, dessen sehr helles Licht von Wänden und Decke in den Raum gestreut wird. Er eignet sich besonders gut für kleine Wohnzimmer mit hellen Wandfarben.

In großen Räumen mit hohen Decken dagegen lässt sich eine wohnliche Raumatmosphäre am leichtesten schaffen, indem man mehrere kleine Lichtinseln auf relativ niedriger Raumebene platziert. Dafür kommen nicht nur indirekt strahlende Leuchten, sondern auch dimmbare Leuchten sowie Kerzen, Laternen und Lichterketten in Frage, da sie ebenfalls ein warmes Wohnlicht spenden.

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